{"id":307,"date":"2014-11-02T13:14:40","date_gmt":"2014-11-02T12:14:40","guid":{"rendered":"http:\/\/fc2kw.de\/wp\/?p=307"},"modified":"2022-05-11T15:21:10","modified_gmt":"2022-05-11T14:21:10","slug":"doppelpaddel-auswahlhilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fc2kw.de\/wp\/?p=307","title":{"rendered":"Doppelpaddel Entscheidungshilfe"},"content":{"rendered":"<p>Bei uns im Verein haben sich mittlerweile einige Kajakfahrer eingeschlichen und ein Stechpaddel hilft hier nicht weiter.<br \/>\nMan denkt, ein Doppelpaddel zu kaufen ist nicht so schwer, aber es gibt kaum etwas, bei dem man eine solche Anzahl an Randbedingungen abzuw\u00e4gen hat.<\/p>\n<p><strong>Paddelstil<\/strong><br \/>\nGrunds\u00e4tzlich unterscheidet man zwischen steilem und flachem Paddelstil. Wildwasserfahrer und Wettkamfpaddler paddeln eigentlich immer steil, Tourenpaddler meist flach.<br \/>\nJe nach Paddelstil gibt es unterschiedliche Anforderungen an das Paddel. Tourenpaddler wollen ein Paddel mit wenig Kraftaufwand nutzen, da sie das Paddel den ganzen Tag bewegen m\u00fcssen. Wildwasserfahrer ben\u00f6tigen maximale Kontrolle und Kraft.<\/p>\n<p><strong>Gewicht<\/strong><br \/>\nDas Gewicht des Paddels ist vorwiegend bei l\u00e4ngeren Touren relevant. Leichte Karbonpaddel gibt es ab ca. 600g. Wenn man stattdessen ein doppelt so schweres Alupaddel tausende Male am Tag heben muss, bemerkt man den Unterschied.<br \/>\nZudem sind leichtere Paddel &#8222;feinf\u00fchliger&#8220;.<br \/>\nDas Gewicht ergibt sich vor allem aus dem Material des Paddels.<\/p>\n<p><strong>Material<\/strong><br \/>\nDas Material entscheidet vorwiegend \u00fcber das Gewicht, Haltbarkeit und die Fahreigenschaften des Paddels.<br \/>\nHier muss man nochmals zwischen Schaft und Blatt unterscheiden.<br \/>\n&#8211; <strong>Schaft<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">&#8211; <strong>Kunststoff<\/strong>: Nur die ganz billigen Paddel sind aus Kunststoff. Nicht sehr belastbar und verbiegen sich unter Last.<br \/>\n&#8211; <strong>Alu<\/strong>: G\u00fcnstig, mittelschwer, haltbar, kalt an den H\u00e4nden. Wird vorwiegend von Verleihern und Anf\u00e4ngern genutzt.<br \/>\n&#8211; <strong>GFK<\/strong> (Glasfaserverst\u00e4rkter Kunststoff): Leicht, recht steif, teurer als Alu. Meist guter Kompromiss zwischen Gewicht und Preis.<br \/>\n&#8211; <strong>Karbon<\/strong>: Sehr leicht und sehr steif. Es \u00fcbertr\u00e4gt die Kraft sehr direkt ans Wasser, kann aber die Gelenke h\u00f6her belasten. Sehr teuer.<br \/>\n&#8211; <strong>Holz<\/strong>: Holzpaddel k\u00f6nnen sehr gut sein. Leicht, nicht zu steif, warm und sch\u00f6n. Allerdings auch teuer.<\/p>\n<p>&#8211; <strong>Blatt<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">&#8211; <strong>PVC<\/strong>: Wiederum billig aber nicht sehr bruchfest<br \/>\n&#8211; <strong>PU<\/strong>: PU Schaum ist relativ dick, schwer und weich, bricht aber nicht<br \/>\n&#8211; <strong>Polyamid<\/strong>: Steif, leicht, stabil und recht g\u00fcnstig<br \/>\n&#8211; <strong>GFK<\/strong> und Karbon: Sehr steif, stabil, leicht und teuer. Karbon kann im harten Wildwassereinsatz schneller brechen.<br \/>\n&#8211; <strong>Holz<\/strong>: Gute Holzbl\u00e4tter erf\u00fcllen auch alle Eigenschaften und sind ebenfalls teuer.<\/p>\n<p><strong>L\u00e4nge<\/strong><br \/>\n&#8211; <strong>Paddelstil<\/strong>: Der flache Paddelstil erfordert l\u00e4ngere Paddel als der steile Paddelstil. Wildwasserfahrer bevorzugen mittlerweile kurze Paddel &lt;2m.<br \/>\n&#8211; <strong>K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe<\/strong>: Gro\u00dfe Menschen ben\u00f6tigen l\u00e4ngere Paddel als kleine Menschen.<br \/>\nEs gibt noch eine Regel f\u00fcr Tourenpaddel , dass man es mit ausgestrecktem Arm noch mit den Fingern umfassen k\u00f6nnen muss. Normalerweise sind Tourenpaddel zwischen 210cm bis 240cm lang.<br \/>\n&#8211; <strong>Bootsbreite<\/strong>: Breitere Boote, z.B 2-er Kajaks ben\u00f6tigen ebenfalls l\u00e4ngere Paddel, da der Weg zum Wasser weiter ist.<\/p>\n<p><strong>Blattform<\/strong><br \/>\nHeute sind die meisten Paddelbl\u00e4tter asymmetrisch aufgebaut. Dadurch werden die Kr\u00e4fte im Wasser gleichm\u00e4\u00dfig verteilt.<\/p>\n<p><strong>Verschr\u00e4nkung<\/strong><br \/>\nFr\u00fcher waren die Paddelbl\u00e4tter meist mit 90\u00b0 verschr\u00e4nkt. Mittlerweile gibt es das ganze Spektrum zwischen 0\u00b0 und 90\u00b0. \u00dcblich sind meist 30\u00b0-60\u00b0. Hier muss man auch herausfinden, welche Verschr\u00e4nkung dem eigenen Paddelstil liegt.<br \/>\nEs gibt auch Paddel mit variabler Verschr\u00e4nkung. Weniger Verschr\u00e4nkung belastet das Handgelenk weniger. H\u00f6here Verschr\u00e4nkung ist bei Gegenwind hilfreich, da das obere Paddel nicht voll im Wind steht.<\/p>\n<p><strong>Teilbar<\/strong><br \/>\nWenn der Paddelschaft teilbar ist, hat dies vor allem Vorteile beim Transport. Ein 240cm Paddel passt vielleicht nicht mehr in den Kleinwagen, geteilt ist das gar kein Problem mehr. Allerdings ist eine Teilung auch immer ein Schwachpunkt am Paddelschaft. Es sollte kein Dreck in die Schnittstelle kommen.<\/p>\n<p><strong>Variable L\u00e4nge<\/strong><br \/>\nEinige Paddel bieten eine variable L\u00e4ngeneinstellung an. Je nach Einsatzzweck und Windst\u00e4rke kann man hier die L\u00e4nge anpassen. Hier muss man wiederum zwischen Nutzen und Kosten entscheiden. Eine L\u00e4ngenverstellung ist teurer und auch hier kann die Schnittstelle am Schaft zur Problemstelle werden.<\/p>\n<p><strong>Ergoschaft<\/strong><br \/>\nPaddel mit Ergoschaft haben einen Knick im Schaft, um ein abknicken des Handgelenks zu vermeiden. Wer bei geradem Schaft Probleme mit dem Handgelenk bekommt, sollte einen Ergoschaft probieren. Allerdings sind diese Paddel immer noch eine ganze Ecke teurer als mit geradem Schaft.<\/p>\n<p><strong>Preis<\/strong><br \/>\nAus allen vorherigen Randbedingungen ergibt sich der Preis eines Doppelpaddels. Zwischen \u20ac50 und \u20ac500 ist alles dabei. Um so leichter und variabler, um so teurer wird es auch.<\/p>\n<p>Hier sind ein paar hilfreiche Links von denen auch ein Teil der Informationen stammt:<br \/>\n<a class=\"moz-txt-link-freetext\" href=\"http:\/\/www.kanumagazin.de\/test-technik\/kaufberatung\/kaufberatung-doppelpaddel\/\">http:\/\/www.kanumagazin.de\/test-technik\/kaufberatung\/kaufberatung-doppelpaddel\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.roguepaddler.com\/choose2.htm\">http:\/\/www.roguepaddler.com\/choose2.htm<\/a><\/p>\n<p>Infos zur Paddeltechnik gibt es z.B. hier:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ger.kayakpaddling.net\/?go\">http:\/\/ger.kayakpaddling.net\/?go<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.uwetemmler.de\/html_output\/index2.html\">http:\/\/www.uwetemmler.de\/html_output\/index2.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei uns im Verein haben sich mittlerweile einige Kajakfahrer eingeschlichen und ein Stechpaddel hilft hier nicht weiter. Man denkt, ein Doppelpaddel zu kaufen ist nicht so schwer, aber es gibt kaum etwas, bei dem man eine solche Anzahl an Randbedingungen abzuw\u00e4gen hat. Paddelstil Grunds\u00e4tzlich unterscheidet man zwischen steilem und flachem Paddelstil. 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